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...die Partygruppe mit den kurzen Lederhosen -          Garant für Stimmung, Show und gute Live-Musik
Solo Unplugged Unterhaltung aus besten Händen Da steigt die Stimmung in die Höhe Ein bisschen Show - und der Abend ist etwas besonderes !!
  Chronik 
(c) 2018 - Trachtenkapelle Königsbrunn e.V. - Die Lumpenbacher
Timeline: Back to the Millennium’s
2001 In das Jahr 2001 starteten die Musikanten mit einer CD-Aufnahme „Blasmusik-Cocktail“, arrangiert vom Tonstudio Günzel  im Ulrichsaal. Dazu wurden auch gleich neue Plakate und Fotokarten und eine Werbemappe für Agenturen erstellt. Eine  besondere Ehre wurde der Kapelle zuteil, als zur Königsbrunner Gautsch die Witwe des großen deutschen Komponisten  Peter Kreuder (z.B. Musik, Musik, Musik oder Ich wollt´ ich wär ein Huhn) extra aus Michigan - USA anreiste, um den  Darbietungen der Musiker zu lauschen. Außerdem waren die Musikanten u.a. beim Starkbierfest und Heimatabend des  Trachtenvereins in Merching, beim Frühlingsfest in Landshut, beim 50jährigem Jubiläum des Schützenvereins Hubertus in  Oberottmarshausen, beim Seefest im Naturfreibad in Haunstetten, bei der Jakober Kirchweih in Augsburg, im Festzelt  Neuburg/Donau und Schrobenhausen, bei der Weißenburger Kirchweih, beim Viehmarkt in Oberstimm, beim Augsburger  Plärrer, in Festzelten in Lenting, Moosburg und Ingolstadt zu hören. Auch in diesem Jahr wurden die fröhlichen Musiker aus  Königsbrunn zum Oktoberfest wieder ins NATO-Hauptquartier nach Mons/Belgien eingeladen, doch leider wurde dieses  kurzfristig wegen des Terroranschlages auf das World-Trade-Center in New York abgesagt. Den Jahresabschluss feierte  die Kapelle wieder auf einer Hütte bei Reutte.   2002 Das Festjahr 2002 begann mit einem zünftigen Tanz mit Blasmusik und mit intensiven Vorbereitungen auf die  Feierlichkeiten, die im Festprogramm vorgesehen wurden. Die gesamte Kapelle, einige Musiker aus früheren Tagen und  besonders die Vorstandschaft wirkten zusammen, um einen feierlichen Rahmen zu diesem 50jährigen Vereinsjubiläum zu  gestalten. Dabei konnten die Gründungsmitglieder von 1952 in Person von Walter Stelzenmüller und Anton Mittner  herzlichst begrüß und geehrt werden. Des Weiteren wurden für 35-jährige Mitgliedschaft Walter Schumacher und Richard  Kempf hervorgehoben werden. Gastspielangebote lagen ebenfalls schon wieder vor und vielversprechende Kontakte sind  auch bereits geknüpft worden, so dass die Kapelle in diesen Tagen nicht nur mit berechtigtem Stolz zurückblicken kann,  sondern auch frohen Mutes und optimistisch in eine recht ereignisreiche und gute Zukunft schaute. Besonders  hervorzuheben ist der Auftritt beim Starkbierfest in Mering, aus der sich auch einige persönliche Freundschaften auf der  anderen Seite des Lechs entwickelten.  Es folgten Auftritte beim Augsburger Plärrer, beim Volksfest Markt Indersdorf,  Volksfest in Füssen und in Freyung im Bayerischen Wald. Sehr erwähnenswert ist auch die erstmals durchgeführte  Jubiläumsfloßfahrt auf der Isar, getreu nach dem Motto „30 Kilometer in 6 Stunden – da erleben Sie was!“.  2003 Ins Jahr 2003 startete man im Januar mit einem Jahresabschluss auf der MBB-Hütte in Reutte. Hauptverantwortlich  geplant wurde das Wochenende von dem Musiker Friedrich  Schabert, wobei er auch seine Kochkünste zeigte und dabei  alle überraschte. Große Freude herrschte auch bei der aus vergangenen Musikerhochzeiten hervorgegangenen  Kinderschar, die sich nicht nur beim Schlittenfahren und im Matratzenlager sichtlich vergnügten. Nur ein Schelm denkt hier  schon über eine gelungene Musiker-Nachwuchsarbeit nach!   Das Jahr 2003 brachte auch eine weitere große Veränderung in der Namensgebung der Musikkapelle mit sich. Da die  Auftritte immer überregionaler und sogar internationaler wurden, hörten wir von vielen Festwirten und Veranstaltern, dass  sich Auswärtige unter dem Namen Trachtenkapelle Königsbrunn eine Gruppe von 30 bis 50 Musiker vorstellen und  musikalisch nur von einer gediegenen normal bayrischen Hausmannskost ausgehen. Das Stand im Gegensatz zu den 12 -  15 aktiven Musikern, welche mit ihrem breit aufgestellten musikalischen Repertoire ein ganzes Festzelt von jung und alt,  vom Frühschoppen bis spät in die Nacht, und das mit druckvoller Livemusik und tollen Showeinlagen, mehrtägig  unterhalten konnte.   Die Folge war, dass man intensiv nach einem neuen Präsentationsnamen suchte, welcher unbenutzt, jedoch kreativ und  dennoch leicht einprägsam auf die Kapelle zugeschnitten ist. Nach unzähligen Vorschlägen und langer Diskussion nannte  Konrad Weser zum ersten Mal den Begriff „Lumpenbacher“. Es wurde plötzlich ruhig im Saal - das musste erst mal verdaut  werden – gefühlte mehrere Minuten vergingen in aller Stille. Nach und nach wurde jedem klar, dass wir das Ei des  Columbus gefunden hatten. Eine Überprüfung im Internet bei Google ergab 0 (Null) Treffer! Die Registrierung der Internet-  Adresse www.lumpenbacher.de konnte problemlos eingetragen werden und ein selbst aufgegebener Brief mit der Adresse  „Trachtenkapelle Königsbrunn – Die Lumpenbacher“ an den Vorstand kam problemlos an.   An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich hier um einen reinen Präsentations- oder Künstlernamen handelt und die Kapelle  weiterhin als Trachtenkapelle Königsbrunn e.V. im Vereinsregister eingetragen ist.   Woher kommt der Begriff? Aus der Königsbrunner Überlieferung steht der Name Lumpenbacher für  eine althergebrachte, ja sogar leicht ironische Bezeichnung der umliegenden Gemeinden für die  ersten armen Königsbrunner Siedler auf dem kargen Lechfeld. Für manch alt eingesessene Ur-  Königsbrunner war dies sogar ein Schimpfwort und es gab in der Folgezeit einigen  Klärungsbedarf mit unseren älteren Fans.   Diese Namensgebung nahm unser damals sehr rühriger und aktiver Vorstand Otmar Frömel  auch zum Anlass, der Kapelle ein völlig neues öffentliches Aussehen, d.h. ein sog. Corporate  Identity zu verpassen. Es wurde ein neues Erkennungs-Logo entworfen, welches den Namen  Lumpenbacher verstärkt. Erreicht wurde dies durch den Lumpenbacher-Schriftzug, der die Träger  einer Lederhose hält, aus der stilistisch die Instrumente aus dem Hosenlatz hervorquellen.  Außerdem wurden eine Präsentationsmappe, T-Shirts,  Kugelschreiber,  Feuerzeuge, Kaffeetassen und sogar  Armbanduhren   mit dem neuen Lumpenbacher-Logo beschafft.   Spätestens auf dem Nato-Oktoberfest in Brüssel – Belgien hatten wir die Gewissheit,  dass wir völlig neu von einem internationalen Publikum wahrgenommen werden und  alle Merchandising-Produkte waren nach einen Auftrittswochenende restlos  vergriffen. Schuldigkeitshalber erwähnen wir an dieser Stelle, dass wir außerhalb der  Stadtgrenzen uns immer mit dem Zusatz „Die Lumpenbacher aus Königsbrunn“  verkaufen und somit voll zu unser Heimatstadt und Herkunft stehen.   2004 Zu Beginn des Jahres 2004 wurde sehr viel Wert in die Probenarbeit investiert, um den neuen Kapellennamen würdig  vertreten zu können. Insbesondere stellte man neue Potpourris aus den 60er, 70er und 80er Jahren zusammen, um auch  den jüngeren Generationen gerecht werden zu können. Dass dies die richtige Entscheidung war zeigte sich sofort  bei den  ersten Auftritten während der Landshuter Frühjahrsdult und dem Moosburger Volksfest.   Im Mai konnte mit der Hochzeit von Markus Baumann und seiner Brigitte eine weitere Musikerehe geschlossen werden, so  dass der Zusammenhalt in der Kapelle auch über die Ehefrauen gefestigt werden konnte.   Bei der Königsbrunner Gautsch fuhr man mit dem neugestalteten Lumpenbacher-LKW vor, der mit dem Slogen  „Lumpenbacher Tour 2004 – Von Erfolg zu Erfolg“ flächendeckend auf der Rückseite beklebt wurde. Zusätzlich prangte auf  der Bühne erstmals unser Lumpenbacher-Logo in der Dimension 5m breit und 3m hoch. Verstärkt wurde der optische  Eindruck der Kapelle mit einem rot-weiß karierten Taschentuch, welches aus jeder Musikerlederhose mehr oder weniger  lang heraus hing. Nicht nur von da an waren wir Lumpenbacher nun eine begehrte Trophäe nicht nur bei den weiblichen  Bierzeltbesucherinnen.   Ein weiteres Highlight war die Einladung von unseren Malteser Freunden aus dem Hunsrück, welche ihr  Gründungsjubiläum ausgiebig mit uns als Festkapelle feierten. Die Malteser Festdamen trieben es sogar auf die Spitze und  schrieben mit Edding-Stifte ihre Wünsche auf die Innenseite unserer Lumpenbacher-Lederhosenlatze.  Der Sage nach  versuchten einige Musiker bei der Heimfahrt auf der Autobahnraststätte mit Waschbenzin dies wieder zu neutralisieren, um  keine unnötigen Fragen der allzu neugierigen Ehefrauen beantworten zu müssen!   Das Jahr klang aus mit einer Rundfunkaufnahme unter dem Motto „Bayern unterwegs“, bei der sich die Lumpenbacher als  zünftige Gruppe bayernweit präsentieren durfte.   2005 Über den Jahreswechsel wurde wieder eifrig geprobt und das Musikprogramm ausgeweitet. Zudem wurden neue Shows  wie die brennenden Trompeten, Goisl-Schnalzer-Peitschen-Show, Schützen-Liesl-Gewehrschießen mit echten 9mm  Platzpatronen, der „Paul mit sein‘m Gaul“, der „Goggola is do“ und sogar ein Feuerspuck-Event ins Programm integriert.  Neben unserer bekannten Lederhosen-Strapse-Mehl-Show schlüpfte man auch in die Frackanzüge der drei Tenöre  (Carreras, Domingo und Pavarotti) und schwebte über die Bühne.  Als der optische Höhepunkt des Auftritts zeichnete sich  jedoch zum einen ein elektrisch gezündetes Feuerwerk auf der Bühne ab, so wie man es nur im Fernsehen sieht oder bei  großen Live-Auftritte bekannter Star gezeigt wird. Zum anderen wurde dann um Mitternacht die leicht anrüchige Glocken-  Show gezeigt, bei der vier mit Bratpfannen und drehbaren Schöpfkellen ausgestattete und inkognito verkleidete Musiker  einer vollbusigen Sängerin widerstehen mussten. Das Publikum flippte total aus und brachte so manchen Security-Dienst  völlig aus der Fassung.   Neben den bereits erwähnten und bekannten Auftritten aus Nah und Fern muss besonders ein Ausflug mit unseren  Freunden der Feuerschützen Ziegelstadel nach Ustersbach genannt werden. Hier durfte jeder Musiker mal mit einer echten  Pistole scharf schießen. Abrundend ist zu erwähnen, dass wir die Einweihung des Königsbrunner Josephsbrunnen von der  königlich bayerischen Josephspartei musikalisch mit begleiten durften. Eine erneute Durchführung der legendären  Lumpenbacher-Isarfloßfahrt musste ebenfalls aufgrund der großen Nachfrage wieder abgehalten werden. Das Highlight für  uns Musiker war auch ein Ausflug auf die Zugspitze gemeinsam mit der Firma Pfaff silberblau. Die bayrische Zugspitzbahn  weihte eine neue Hebeanlage ein und die Königsbrunner Lumpenbacher mussten in knapp 2964m Höhe eines der  höchsten Ständchen der Bundesrepublik Deutschlands durchstehen. In dieser Höhe sprich dünnen Luft war der Auftritt eine  echte Herausforderung!   2006 Das Jahr begann mit einem Auftritt beim Augsburger Frühjahrplärrer, wo man sich mit renommierten Kapellen messen  durfte. Offiziell mit dabei sein durfte dann auch der Trompeter Werner Echter, welcher sich als exzellenter und absolut  zuverlässiger „Aushilfs-Trompeter“ schon die zurückliegenden zwei Jahre bestens bewährt hatte. Auch beim zweiten  Augsburger Bierfestival, veranstaltet vom Gasthaus Settele in Haunstetten, setzte man auf die Königsbrunner  Lumpenbacher als Garant für eine gelungene Unterhaltung anspruchsvoller Gäste.   In diesem Jahre feierte die Stadt Königsbrunn auch ihr 40 jähriges Stadtjubiläum und zelebrierte einen großen Gautsch-  Festumzug, bei dem die Lumpenbacher als Festkapelle auch im großen Zelt auftreten durften.   Neben der Grundsteinlegung für Betreutes Wohnen der WBG an der Mindelheimer Straße war im Juli die Hochzeit unseres  Trompeters und Show-Man Thomas Fünfer mit seiner Petra das herausragende Ereignis neben dem Fussball-  Sommmermärchen 2006 in Deutschland.   Es folgen Auftritte in Landshut beim sog. Barthlmädult, beim Haunstetter Seefest und auch der 2. Deutschen Puzzle-Tag in  Königsbrunn am 17. September wurde musikalisch umrahmt.   Über unseren Lumpenbacher-Homepage-Auftritt im Internet wurden wir eingeladen zu einem Herbstfest in den Baseler  Tierpark Lange Erlen in der Schweiz. Schon die Anreise mit dem Lumpenbacher-LKW gestaltete sich schwierig, da die  Österreichischen Grenzer in Bregenz eine Überladung feststellten. Ein Ausladen von mehreren Kästen echt bayrischen  Bieres brachte nicht den gewünschten Erfolg, sondern eine saftige Geldstrafe war die Folge und der Grenzübertritt wurde  untersagt. Man musste umdrehen und zurück nach Lindau. Die Anreise wurde dann entlang des Bodensees auf deutscher  Seite fortgeführt. Mit Hilfe des schweizerischen Veranstalters konnte unser LKW an einer unbewachten Feldweggrenze in  der Nähe von Freiburg dann endlich in die Schweiz eingeschmuggelt werden. Es folgten zwei wundervolle Auftritte vor  einem begeisterten Publikum. Wir Lumpenbacher Musiker fühlten uns am Höhepunkt unseres Wirkens; ein gigantischer  Zusammenhalt innerhalb der Kapelle war entstanden getreu dem Motto: Einer für alle – alle für einen!   2007 Das Jahr 2007 begann traditionell mit dem Auftritt beim Gasthaus Settele in Haunstetten, genannt das „Augsburger  Bierfestival“. Außerdem war man im niederbayrischen Raum sehr aktiv. Hier spielte man auf den Frühjahrsfesten in  Landshut, Moosburg und Lenting und konnte jeweils eine gute Visite hinterlassen. Ende Juni folgte ein Gautschauftritt,  welcher mit einem original afrikanischen König, genannt Cephas Bansah aus Ghana, zelebriert wurde.   Wiederum über unsere Hompage fanden wir Kontakt zu einem Sängerbund aus Dülmen, welcher nördlich des Ruhrgebiets  zw. Münster und der niederländischen Grenze liegt. Uns wurde erzählt uns von einem 2000 Mann fassenden Bierzelt,  welches mit professioneller Ton-, Film- und Lichttechnik ausgestattet sei. Und sie suchten eine bayrische Kapelle, die einen  ganzen Samstagabend plus anschließenden Frühschoppen nicht nur musikalisch, sondern auch optisch stemmen bzw.  bereichern konnte. Es folgte eine saubere Bewerbung unsererseits, die in ein erstes persönliches Kennenlernen bei einem  Grillfest auf der Weser-Ranch mündete. Wir Lumpenbacher spielten ein Ständchen und zeigten unsere Show-Elemente. Es  wurde eine kurze Nacht, weil wir am nächsten Morgen eine weitere Floßfahrt auf der Isar unternahmen. Das war der  Beginn einer Dauerfreundschaft  mit Norddeutschland und unser erster Profi-Vertrag war perfekt.   Der September-Tag kam und wir fuhren mit einem Komfortreisebus nach Dülmen. Abfahrt 6:00 Uhr früh bei einem Glas  Schampus, man war bereits gut gelaunt. Die Brotzeit mit Breze und Landjäger fing hinter Augsburg an und die erste aktive  Schafkopfgruppe zählte bereits ihr Kleingeld. Man kam pünktlich an, stieg aus, ging ins Zelt und jetzt waren wir das erste  Mal etwas blass im Gesicht. Vor uns Stand eine 10 x 8 Meter große Bühne, überzogen mit Traversen und ausgestattet, wie  man es sonst nur bei Live-Konzerten bekannter Stars sieht. Zudem waren vier Bildschirmtafeln im Zelt aufgehängt, auf  denen Live das Geschehen auf der Bühne verfolgt werden konnte. Ein zweites Mal erschrak man, als man das Festplakat  durchschaute. Da war am Tag zuvor eine Schlagernacht angekündigt mit Größen wie der Beatles Revival Band, Middle of  the Road, Mungo Jerry, The Lords und Dave Dee. Jetzt mussten wir erstmals durchschnaufen und zwar in einem Back-  Stage-Bereich, welcher alle Annehmlichkeiten wie in einer Lufthansa-Lounge bot.   Kurz vor diesem Auftritt hielten Vorstand Otmar Frömel und Dirigent Walter Schuler eine Ansprache, in der wir jetzt  konzentriert, aber selbstbewusst auf die Bühne gehen und unser einstudiertes Programm wie gewohnt abziehen wollten.  Das Publikum, fast alle bayrisch gekleidet, sprang sofort an und war aus dem Häuschen; es herrschte  Oktoberfeststimmung wie in München.  Uns Show-Musiker traf immer nur kurz die Gänsehaut, als wir merkten, dass drei  Fernsehkameras und mehr als 2000 Augenpaare auf uns gerichtet waren. Der Abend verlief fürs Publikum wie für uns wie  im Trance, mit Worten nicht mehr zu beschreiben! Weit spätabends waren alle erschöpft; doch keiner kam zur Ruhe, auch  nicht nach mehreren Absackern sprich Beruhigungs-Drinks. Noch in der Nacht versprach uns der Veranstalter weitere  Events für das nächste Jahr.   Eine Woche später hatte man noch das Vergnügen beim Nato-Oktoberfest in Brüssel-Belgien mit dabei sein zu können.  Routiniert, wie wir nun mal geworden sind, spielten wir auch hier unsere Erfahrung aus und brachten das europäisch  internationale Publikum zur Ekstase. In uns Musikern rumorten diese Erfahrungen noch lange. Da kam es sehr gelegen,  dass wir das bis dahin erfolgreichste Lumpenbacher-Jahr nun ganz gemütlich bei den Königsbrunner und Haunstetter  Weihnachtsmärkten ausklingen lassen durften.   2008 Der nächste Dämpfer für die Kapelle kam gleich Anfang des Jahres 2008, als wir den Tod unseres beliebten Sängers und  Showmasters Erwin Widmann genannt „Burl“ verkraften mussten. Gegensätzlicher konnte es nicht sein, als man kurze Zeit  später wieder Stimmung beim Starkbieranstich in Mering verbreiten musste. Erfreulich war da der Eintritt der beiden   Nachwuchsmusiker-Zwillinge Stefan an der Posaune und Michael Schuler am Bariton, die sich gleich voll einbringen  konnten.   In lockerer Abfolge und gestärkt vom letzten Jahr spielten wir unsere obligatorischen Frühjahrsfeste. Hervorzuheben ist ein  Einweihungsfest für einen Neubau der Fa. PCI in Augsburg. Auch auf der Gautsch entwickelte sich der Eröffnungsabend,  gestaltet von den Lumpenbachern, als der Stimmungsvollste und Umsatzstärkste. Da spielten wir auf Augenhöhe zum  Dienstagabend, der traditionell der bekanntesten bayrischen Stimmungskapelle mit dem italienisch klingenden Namen  vorbehalten ist.   Im Juni fand das Jubiläumssommerfest des Jabo 32 auf dem Lechfeld statt. Der mit Nato-Fallschirmen ausgestattete  Flugzeughangar und ein leichter Geruch von Kerosin bot eine etwas andere Kulisse.   Als die Highlights im Herbst kristallisierte sich der Wiederholungsauftritt zum 2. Dülmener Oktoberfest heraus, gefolgt in  gleichwertiger Aufmachung und Größe die Oktoberfest-Veranstaltungen in Nordhorn, Gescher und Coesfeld. Auch zum  Nato-Oktoberfest nach Brüssel wurde man wieder berufen.   Das waren fünf voll ausgelastete Wochenenden, das heißt, Reisebus um 5:30 beladen, Abfahrt 6:00Uhr. Brotzeit im Bus  bei Bier und Landjäger. Ankunft im Norden zw. 16 und 17 Uhr. Aufbau und Sound-Check. Auftritt ab 19:30 bis 2:30Uhr  nachts. Wir Lumpenbacher zogen jedes Mal ein musikalisches Spektakel mit unseren Show-Einlagen ab. Als absoluter  Höhepunkt kristallisierte sich die Glocken-Show heraus. Bodyguards mussten uns vor weiblicher Überschwänglichkeit  schützen! Anschließend Abbau und Equipment in den Bus einladen. Mehrere Absacker an der Bar trinken, endlich um 4  Uhr nachts Abfahrt. Zwei hartgesottene Lumpenbacher unterhielten auf der gesamten Rückfahrt den Busfahrer, weil sechs  Augen mehr sehen als zwei. Frühstück um 9Uhr an einer Autobahnraststätte in Hessen. Weiterfahrt um 10Uhr. Ab 11Uhr  im Bus im Radio Blasmusik auf Bayern 1 horchen. Ankunft im Königsbrunner Probenlokal gegen 13Uhr. Bus ausladen, der  für fünf Wochenenden oder rund 7000km unser Zuhause war. Wer dann noch Lust und Energie hatte, der ging samt  Instrument noch auf den Königsbrunner Herbstmarkt, mehrfach praktiziert von den beiden „Leberabschnittsgefährten“, in  Insiderkreisen bestens bekannt!   2009 Der erneute Auftakt des Jahres 2009 fand bei unseren Meringer Freunden mit ihrem traditionellen Starkbierfest in der  adrett geschmückten Turnhalle statt. Jedes Jahr steht auch der traditionelle Heimatabend der Trachtler am Ostersonntag  an, gefolgt vom 1. Mai, bei dem die Lumpenbacher zusammen mit den Trachtlern den Königsbrunner Maibaum antanzen.  Mitte Mai wurde dann das Nepumuk-Fest der Königsbrunner Kirchengemeinde musikalisch begleitet und im Anschluss  daran in der Gaststätte Neuhaus bei bestem Frühlingswetter der bierselige Segen musikalisch im Biergarten abgeholt.   Bei der Gautsch brachten die Lumpenbacher wieder eine tolle Eröffnung zustande und eine Wiederholung der Isarfloßfahrt  aufgrund nicht enden wollender Nachfrage durch unsere Freunde und Gönner wurde erneut durchgeführt. Der Sommer  verlief mit den bekannten Auftritten, bis im Herbst wieder die Dülmener, Osnabrücker und Stadtlohner Oktoberfeste zu  bewältigen waren.   Kurz darauf stellte sich das nächste Highlight an. Die Bemühungen von unserem Musiker Siegfried Fischer trugen Früchte  und wir durften teilnehmen beim Oktoberfest in Ankara, der türkischen Hauptstadt, veranstaltet von der örtlichen deutschen  Botschaft. Schon die Anreise im Münchner Flughafen sorgte für Aufsehen, hatten wir doch unsere bayrische Tracht an und  im Air Bräu Stüberl im Terminal 2 nahmen wir unsere letzte bayrische Mahlzeit rechtzeitig vor dem 12 Uhr-Läuten zu uns.  Im Lufthansa-Flieger wurden wir vom Flugkapitän persönlich begrüßt und eine Stunde vor der Landung waren alle an  Board vorhandenen Biervorräte aufgebraucht. Wir wurden auf dem Ankararer Flugplatz freudig vom Botschaftspersonal  empfangen, durften unser Hotel aufsuchen und dann ging es auch schon auf das Gelände der deutschen Botschaft. Hier  wurden wir persönlich vom Botschafter begrüßt und wir durften alle Annehmlichkeiten auf dem Gelände der deutschen  Botschaft nutzen. Dabei galten unsere Lederhosen als Diplomatenpässe und wir hatten Zutritt zu allen Einrichtungen.  Etwas kleinere Probleme machte der türkische Zoll mit unserem Equipment; das wurde erst nach einem Telefonat des  deutschen Botschafters mit dem türkischen Zollverantwortlichen frei gegeben, so dass wir noch rechtzeitig unseren Aufbau  und Soundcheck durchführen konnten. Im Zelt stellte sich spontan ein türkisch-deutsches Publikum ein, welches wir sofort  von unseren Darbietungen begeistern konnten. Ebenso wurde auf beiden Seiten reichlich konsumiert, so dass zwischen  beide Nationen im Bierzelt kein nennenswerter Unterschied mehr vorhanden war. Als kulturellen Show-Höhepunkt  zelebrierten wir die drei Tenöre (Carreras, Domingo und Pavarotti), die für das Publikum unsichtbar, mit Skischuhe  ausgestattet, unglaubliche Verrenkungen, Gesten, Mimiken und Nachahmungen der Originale reproduzieren konnten. Das  löste Begeisterungsstürme beim Publikum aus und wir Lumpenbacher aus Königsbrunn haben im Ausland unsere gute  Visite auch hier eindrucksvoll gezeigt.   Der Erfolg und der Zeiteinsatz der Kapelle waren enorm und forderten auch seinen Tribut bei uns Lumpenbacher. Im  Spätherbst verkündeten unser Vorstand Otmar Frömel und unser Kassier Joseph Förg ihre Rücktritte aus den jeweiligen  Ämtern und teilten uns mit, dass sie auch als Musiker nicht mehr zur Verfügung stünden. Ein schwerer Verlust, der erst mal  verdaut werden musste. In der am Jahresende stattfindenden Jahreshauptversammlung konnte dann der Fortbestand der  Kapelle in neue Hände gegeben werden. Thomas Fünfer nahm das Amt des ersten Vorstandes an und Markus Baumann  übernahm die Verantwortung über den Job des Kassierers.  An dieser Stelle ist auch noch erwähnenswert, dass wir unser  Probenlokal ins ehemalige Trocknungswerk der Fam. Schuler verlegt haben. Hier können wir uns auf weiter Ebene und  Flur, und ohne jemanden zu belästigen, musikalisch ausleben.   2010 Das neue Jahr startete zunächst einmal mit einer intensiven Probenphase, musste doch der Weggang unseres  Schlagzeugers kompensiert werden. Mit Rainer Echter konnten wir einen erfahrenen und zuverlässigen Musiker gewinnen,  der auch als Sänger brillieren kann. Auf dem Gebiet der Klarinette und dem Saxophon konnte Marian Weser aus der  Königsbrunner Jugendkapelle als weiterer Musiker gewonnen werden.   Nach einer fleißigen Probenarbeit sehnte man nun den ersten Auftritt herbei, welche bei unseren Meringer  Starkbierfreunden in bewährter Manier wieder durchgeführt wurde. Bei den Trachtlern gestaltete man den Heimatabend  und der Maibaum wurde eifrig und zünftig angetanzt. Es folgten Auftritte bei der Frühjahrsdult in Moosburg und ein  Frühschoppen auf dem Augsburger Plärrer im Schaller-Zelt.   Am 30.05.2010 verstarb unser Gründungsmitglied Anton Mittner, der als Herzblutmusiker zeitlebens mit uns verbunden  sein wird. Das Leben musste weitergehen und mit der Königsbrunner Gautsch bekam das Publikum weitere musikalische  Leckerbissen serviert. Rainer setzte erstmals zu einem mehrminütigen Schlagzeug-Solo an, Marian spielte die Saxophon-  Soli locker lässig herunter und Posaunist Stefan zeigt als Sänger und Publikumsanimateur echte Geber-Qualitäten.  Mit Markus Schnöbel leistete sich die Kapelle auch das erste Mal in ihrer Geschichte einen Ton- und Lichttechniker.  Getragen durch diese neuen jungen und ehrgeizigen Wilden konnte der Gesamteindruck der Lumpenbacher wiederum  gesteigert werden und auch nach innen in der Kapelle setzten sie neue soziale Akzente.   Neben den üblichen Sommerauftritten fieberte man schon dem Herbst entgegen. Man startete beim Oktoberfest in  Osnabrück, welches wiederum technisch professionell ausgestattet wurde und wir Lumpenbacher alle unsere Musik- und  Show-Register ziehen konnten. Auch einer erneuten Einladung zum Nato-Oktoberfest nach Brüssel leisteten man Folge  und wir verkauften uns mit neuem Elan. Von beiden Veranstaltern bekamen wir ein durchweg positives Feedback und dass  wir uns alle Jahre in jeder Hinsicht steigern konnten.   Jeder fieberte jedoch auf unser zweites Gastspiel bei der deutschen Botschaft in Ankara hin, bei der sich ein weiteres  Novum hervortat. Von türkischer Seite kam die Meldung, dass mit den Lumpenbachern ein authentisches Oktoberfest-  Feeling wie in München herrscht mit nur einem Manko – es gab keine weiblichen Bedienungen, welche ein bayerisches  Dirndl trugen. Diese Aufgabe wurde an uns heran getragen und wir überlegten sehr lange, wie wir das gegenüber unseren  Ehefrauen verheimlichen können, dass wir mit von uns ausgesuchten jungen und rassigen Bedienungen das Hotel  gemeinsam teilen. Einer nach dem anderen von uns alten Säcken fiel um und so kam es, dass wir unsere Ehefrauen mit  einem einheitlichen Dirndl ausstatteten und mit zum 2. Ankara Gastspiel als Festbedienungen mitnahmen. Diese waren   Angelika Schuler, Britta Müller, Martina Weser, Corinna Bujarski, Anita Förg und Brigitte Baumann und sie machten ihren  Job als Festdamen und Bierzeltbedienungen hervorragend. Ja es kam sogar soweit, dass sie das Regiment in der  Zeltküche und beim Ausschank übernahmen und den türkischen Bediensteten vom „SwissOtel“ , genannt „Ameisen“ (weil  es sehr viele waren, überwiegend von kleiner, schmächtiger Gestalt waren und schwarze Anzüge trugen) sagten, wo es  lang geht.   Mit dem „Funkentretzer“ Markus Schnöbel als Ton- und Lichttechniker hatten wir somit das ganze Zelt in Lumpenbacher  Hand! Auch privat wurden uns Sehenswürdigkeiten aus Ankara gezeigt u. a. die Altstadt, die Kocatepe-Moschee, welche  wir ohne Schuhe betreten durften. Für die Damenwelt wurden  wir auch durch diverse Einkaufsstraßen und –Zentren  geführt. Auch in den Präsidentenpalast, auch weißer Palast genannt, durften wir eintreten und erlebten die türkische  Geschichte vor allem um Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der modernen türkischen Republik. Sichtlich beeindruckt  kehrten wir wohlbehalten in unser Deutschland zurück, getragen von dem Gedanken eines kulturell friedlichen  Zusammenlebens in Europa.